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Jubiläum: Lemper feiern ihre Feuerwehr
Geschrieben von Wetzlarer Neue Zeitung / Timo Gröf   
Montag, 14. Juni 2010

Mit drei harmonischen Festtagen hat die Feuerwehr Niederlemp am Wochenende ihr Doppeljubiläum gefeiert. Die Wehr besteht seit 75 Jahren und die Jugendfeuerwehr bringt es auf 25 Jahre.

Mit einer "80-Cent-Party", bei der DJ Werner am Freitagabend für Partylaune sorgte, startete das Fest. Bis in die Nacht wurde im Festzelt an der Linde gefeiert.

DJ Werner
 
Stimmung im Festzelt

Am Samstagabend stand nach dem traditionellen "Spiel ohne Grenzen" der Ehringshäuser Jugendwehren, das die Niederlemper für sich entscheiden konnten, der akademische Abend auf dem Programm, in dessen Rahmen Ehrungen vorgenommen wurden.
Dazu hieß Wehrführer Marco Stingl Bürgermeister und Schirmherr Jürgen Mock (SPD), Ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Hofmann (FWG), Kreisbrandinspektor Rupert Heege, Kreisverbandsvorsitzenden Rüdiger Richter und Verbandsjugendwart Alexander Lotz willkommen.

Ehrungen
Lotz grüßte von den 64 Jugendwehren aus dem Verband und zeichnete Volker Deuster für sein beispielhaftes Engagement in Sachen "Jugendwehr" mit der silbernen Floriansmedaille des Landesverbandes aus.
Heege und Hofmann nahmen gemeinsam die Ehrungen des Landes vor. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber bekamen Karsten Roth und Thorsten Tchorz für 25 aktive Jahre. Gold für 40 Jahre gab es für Ehrenwehrführer Bernd Schorn und Hans-Werner Dietz. Richter übergab die Ehrenmedaille des nassauischen Feuerwehrverbandes in Silber für 20 aktive Jahre an Carsten Gröf und Thorsten Tchorz.
Stingl ehrte zusammen mit Schriftführer Edgar Roth die Vereinsjubilare Hans Robert Gelzenleuchter (50-jährige Mitgliedschaft) sowie Armin Rumpf, Rainer Brück und Peter Krämer (25 Jahre).

Offizielle und Geehrte

v.l. Bürgermeister Mock, Rüdiger Richter, Erich Kuhlmann, Hans-Werner Dietz, Armin Rumpf, Rainer Brück, Peter Krämer, Volker Deuster, Wolfgang Hofmann, Robert Gelzenleuchter, Karsten Roth, Carsten Gröf, Bernd Schorn, Thorsten Tchorz, Marco Stingl und Rupert Heege

In seiner Festrede ging Stingl auf die Historie der Niederlemper Wehr, aber auch auf die allgemeine Entwicklung der Wehren ein. Dokumente der ersten Jahre gibt es leider nicht, doch fest steht, dass die Wehr von etwa 40 Männern 1935 gegründet wurde und erster Wehrführer Heinrich Schütz war. Stingl: "Die Niederlemper Feuerwehr hat sich im Laufe ihres 75-jährigen Bestehens immer dem Wandel der Zeit angepasst und steht heute mit einem schmucken Gerätehaus, 25 Einsatzkräften, 19 Mitgliedern in der Jugendwehr und einem modernen Fahrzeug sehr gut da."

Lob für die Jugendarbeit
Jugendwart Timo Gröf gab einen Abriss der Jugendarbeit des Vereins. Die 14 Gründungsmitglieder erlebten mit dem ersten Jugendwart Bernd Schorn und dessen Stellvertreter Edwin Scherrer wie heute feuerwehrtechnische Übungen aber auch Geselligkeit.
Zunächst im DGH und erst ab 1995 im Gerätehaus wurde geübt und 1988 gab es die ersten Übertritte in die Einsatzabteilung. 1990 kam das erste Mädchen. Marco Speck und Sven Henrich waren Schorns Nachfolger und nach einer kleinen Pause durch den Neubau des Gerätehauses 1995 entwickelte sich die Jugendabteilung mit Volker Deuster zu neuer Blüte. Ihm folgten Marco Stingl und 2006 Timo Gröf. Heute ist die Jugendwehr die größte der Gemeinde. Verantwortlich sind Michael Claas als Gröfs Stellvertreter und Robert Groh als Betreuer.

"Ihr könnt stolz auf eure ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Dorfgemeinschaft sein", so Bürgermeister Mock.

"Die positive Situation der Niederlemper Feuerwehr spricht für gute Vorstandsarbeit und ist beispielhaft für den ganzen Kreis", lobte Hofmann.

"Unsere ständig größer werdenden Aufgabengebiete machen es umso wichtiger, die Jugend schon früh an diese ehrenamtliche Arbeit heranzuführen", sagte Heege.

Weitere Grußworte sprachen Ortsvorsteher und Feuerwehrvorsitzender Erich Kuhlmann, Gemeindebrandinspektor Matthias Regel und der Vorsitzende der Gemeindevertretung, David Rauber (SPD).

Den würdigen musikalischen Rahmen schufen der Gesangverein "Frohsinn" Niederlemp und dessen junger Chor "In the Spirit" unter Leitung von Wolfram Schleenbecker. Nach dem offiziellen Teil spielten die "Lahntal-Musikanten". Sonntag stand der Festzug auf dem Programm.

 
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